Kultur und Kreativität für Liechtenstein

Der Verband KulturGilde Liechtenstein präsentierte sein Konzept auf Schloss Vaduz

(v.links) Roland Weiniger, S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, Vlado FranjevicDie Kultur- und Kreativwirtschaft stand im Mittelpunkt eines Gesprächs mit Erbprinz von und zu Liechtenstein Alois, dass der Präsident Vlado Franjevic und Vize-Präsident Roland Weiniger des Verbands KulturGilde Liechtenstein auf Schloss Vaduz führten.

Dieser noch junge Branchenbegriff bezeichnet eine Zusammenfassung von elf Teilbranchen, die von bildender und darstellender Kunst bis hin zu Design, Werbung oder Softwareentwicklung reichen. In England seit längeren als Creative Industries oder in Österreich als Kreativwirtschaft bezeichnet, hat die Kultur- und Kreativwirtschaft als einer der wenigen Wachstumsmärkte beispielsweise in Deutschland schon einen Platz zwischen der Automobil- und Chemieindustrie eingenommen.

Der im Dezember letzen Jahres gegründete Verband KulturGilde Liechtenstein möchte nun die sehr unterschiedlichen Akteure dieser Teilbranchen miteinander vernetzen und konkrete Projekte initiieren. „Kunst und Kultur bewegen sich in einem Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit und Wirtschaftlichkeit“, sagt Vlado Franjevic, selbst ein umtriebiger Künstler mit Auszeichnungen des Fürstentums und Ausstellungen weltweit. „In gemeinsamen und teilbranchenübergreifenden Projekten kann sich jeder auf sein Feld konzentrieren, das er am besten beherrscht. Und so kann eben auch Kunst und Werbung zusammenfinden“.

Seine Durchlaucht Erbprinz Alois begrüßte die Initiative und unterstützt insbesondere ein wichtiges Anliegen des Verbands. Das Image des Fürstentums ist im Ausland vielfach falsch oder negativ geprägt. Vize-Präsident Roland Weiniger kann nur von einem verzerrten Bild von Liechtenstein im Umgang mit Kunden oder Kollegen berichten. „Durch einen einfachen Besuch des Landes würde eine solche Schieflage schnell revidieren.“ meint Weiniger, seines Zeichens bayerischer Unternehmer mit Kommunikations- und Spielentwicklungsagenturen in Nürnberg und Wien. Es ist vielfach auch einfach nicht bekannt, was Liechtenstein alles zu bieten hat. Das selbst große Unternehmen mit Weltruf kaum mit Liechtenstein verbunden werden, bedauert auch s.D. Erbprinz Alois. „Deshalb sind Liechtensteiner wie beispielsweise Skirennfahrer Marco Büchel wichtige Botschafter des Landes.“

Unter Einbeziehung aller Akteure vor Ort möchte die KulturGilde Liechtenstein nun eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Maßnahmen zur Imageverbesserung unter Nutzung der kulturellen Vielfalt und Kreativität des Fürstentums starten. Hierzu sind alle Kulturschaffenden und Kreativen aufgerufen, sich mit eigenen Ideen zu beteiligen. Ob Internetprojekte, Roadshows, Veranstaltungsangebote oder auch nur kleinere Aktionen. Wichtig ist vor allem die positive Kommunikation nach außen. Eine Auswahl der besten Ideen wird der Verband im Herbst diesen Jahres offiziell präsentieren und entsprechende Partner für deren Umsetzung suchen.

Die Berichte in der Presse:

Liechtensteiner Vaterland
Liechtensteiner Volksblatt